November 2019 • Einblicke in die Herausforderungen regionaler Tageszeitungsverlage

Ehrengast: Hannah Suppa
Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation in der Madsack Mediengruppe

Hannah Suppa berichtet über Regionale Tageszeitungsverlage im Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit und Finanzierbarkeit des Qualitätsjournalismus

Die Medienlandschaft verändert sich rasend schnell: Nachrichten werden digital konsumiert, das Angebot an Informationen ist fast unerschöpflich – ebenso wie die Kanäle, auf denen sie angeboten werden. Eine Erkenntnis, die den Besuchern der KEP-Lounge nicht neu war. Doch wie gehen regionale Tageszeitungsverlage wie die Madsack-Gruppe damit um? Welche Auswirkung hat dieser Wandel auf die Redaktion und die Kanäle, auf denen Nachrichten verbreitet werden? Und, nicht zu letzt, wie können auch weiterhin Erträge generiert werden?

Im Bereich der nationalen und internationalen Berichterstattung verfügt die Madsack-Gruppe zwar immer noch über Journalisten in wichtigen Städten der Welt, aber die Ressourcen für diese Aufgaben wurden neu sortiert. So hat die Madsack mit Partner das Redaktionsnetzwerk Deutschland gegründet, welches einige Aufgaben übernimmt und den Netzwerkpartnern zur Verfügung stellt. So teilen sich die angeschlossenen Verlage die anfallenden Kosten – die Berichterstattung für die einzelnen Partner wird günstiger.

Doch nicht nur auf der Ausgabenseite galt es, Kostenoptimierung zu betreiben – auch bei den Einnahmen mussten neue Wege gegangen werden. Die Print-Auflage der Tageszeitungen ist seit Jahren rückläufig, dementsprechend sinken auch die Einnahmen aus dieser Sparte. Dagegen nimmt der Onlinekonsum stetig zu – eine Möglichkeit, beispielsweise mittels digitaler Abonnements oder über den Verkauf von Einzelartikeln Einnahmen zu generieren. »Wichtig auch,« so Hannah Suppa, »ist ein möglichst optimaler Kanalmix. Eigene digitale Angebote, Facebook, Instagram und auch Youtube spielen hier eine wesentliche Rolle. Und die Herausforderungen der digitalen Welt werden zunehmen.«

Doch nicht nur die Ausführungen von Frau Suppa sorgten für einen spannenden Vormittag – auch das Netzwerken, kulinarische Genüsse und anregende Gespräche trugen zu dieser rundum gelungenen Veranstaltung bei.

Einige Impressionen der Veranstaltung